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Eine Ebene hoch

 

 

Dr. med. Mattern

Kehlkopf (Larynx), der Luftröhre vorgelagertes Organ zur Stimmbildung. Das Knorpelgerüst besteht aus Kehldeckel-, Schild-, Ring- und zwei Stell- Knorpeln. Der Schildknorpel kann bei Männern als »Adamsapfel« vorspringen. Im Inneren des Kehlkopfs springen zwei Faltenpaare gegen die Mitte vor, oben die Taschenfalten, unten die zwischen Schild- und Stellknorpel ausgespannten Stimmbänder, die die Stimmritze (Glottis) begrenzen. Der Kehldeckel (Epiglottis), die von Schleimhaut überzogene Knorpelplatte des Kehlkopfs, verschließt dessen Eingang beim Schlucken.

Nachstrehend die häufigsten Erkrankungen:

Kehlkopf|entzündung (Kehlkopfkatarrh, Laryngitis), Entzündung der Kehlkopfschleimhaut einschließlich der Stimmlippen. Die Kehlkopfentzündung verläuft akut oder chronisch. Symptome sind bei Stimmbandbefall ständige Heiserkeit, rasche Ermüdung der Stimme und Missempfindungen beim Sprechen. Behandlung: Kopfdampfbäder, Antibiotika, daneben Schonung der Stimme und Rauchverbot.

Kehlkopfkrebs (Larynxkarzinom), mit Heiserkeit und Schluckbeschwerden verbundene bösartige Geschwulstbildungen im Kehlkopfbereich; tritt v.a. zwischen dem 50. und 70.Lebensjahr vorwiegend bei Männern auf. Die Behandlung besteht in einer teilweisen oder völligen operativen Entfernung des Kehlkopfs (Laryngektomie) mit anschließender Bestrahlung.

Kehlkopflähmung (Rekurrenslähmung, Stimmbandlähmung), durch Schädigung des Kehlkopfnervs (Nervus laryngeus recurrens) bedingte Lähmung der inneren Kehlkopfmuskeln; Symptome sind Heiserkeit, Stimmlosigkeit.

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