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Dr. med. Mattern
Bronchien [griechisch brónchos »Luftröhre«],
Bis zu 1mm starke Äste der Luftröhre.
Die feinsten Verzweigungen der Bronchien in den Lungenläppchen heißen Bronchiolen.
 
Die häufigsten Erkrankungen der Bronchien:
 

Asthma [griechisch »Beklemmung«] das, anfallweise auftretende Atemnot. Bronchialasthma (Asthma bronchiale) beruht auf einer Verengung der bronchialen Atemwege, besonders der feineren Luftröhrenäste mit Schwellung der Schleimhaut und zähflüssigem weißlichem Auswurf. Im Anfall, der besonders nachts auftritt, sind die Lungen gebläht, die Atmung pfeifend. Bronchialasthma kann durch Allergie, oft auf erblicher Grundlage, ausgelöst werden (z.B. Heuasthma, Heuschnupfen); es kann auch nach Infektionen der Luftwege auftreten oder psychisch bedingt sein.

Bronchitis [griechisch] die (Bronchialkatarrh), Entzündung der Bronchialschleimhaut mit schleimigem oder eitrigem Auswurf. Die akute Bronchitis, oft als Tracheobronchitis (Mitbeteiligung der Luftröhre), kommt als selbstständiges Krankheitsbild bei Virusinfekten vor, oft ausgelöst durch gleichzeitige Erkältung, besonders im Frühjahr und Herbst, ferner als Begleitbronchitis bei Masern, Keuchhusten u.a. Kennzeichen sind Husten, Brustschmerzen, Auswurf, oft Fieber. Behandlung: Bettruhe, Brustwickel, Inhalieren, Husten dämpfende und Schleim lösende Mittel. Die chronische Bronchitis kann bei wiederholtem Rückfall aus der akuten Bronchitis entstehen. Unter den schädlichen chemischen Faktoren spielt der Tabakrauch eine besondere Rolle (Raucherbronchitis). Haupterscheinung der chronischen Bronchitis ist der hartnäckige Husten mit schleimigem Auswurf, der oft zur Lungenblähung (Emphysem) führt.

Katarrh [lateinisch-griechisch] der, mit Schleimabsonderung verbundene Entzündung von Schleimhäuten, z.B. bei Schnupfen oder Bronchitis.

Lungenkrebs, bösartige Geschwulst (Krebs) der Lunge, die meist von der Schleimhaut der Bronchien (Bronchialkrebs) ausgeht. Häufigste Form ist das Plattenepithelkarzinom, dicht gefolgt von dem kleinzelligen Karzinom (besonders bösartig); seltener sind das Adenokarzinom (mit dem Alveolarzellenkarzinom) und das großzellige Karzinom sowie Mischformen. Als Hauptursache (nach Schätzungen 90%) des Lungenkrebses gilt das Rauchen, das aufgrund der Einwirkung von Teerprodukten u.a. Krebs erregenden Substanzen zur chronischen Entzündung der Bronchien mit Zerstörung des Flimmerepithels und Ersatz durch Plattenepithel führt, wobei langfristige Entzündungsreize eine krebsige Entartung hervorrufen. Auch Krebs erregende Arbeitsstoffe wie Asbest, Arsen, Steinkohlenteer und ionisierende Strahlen (eingeatmetes Radon) kommen als Ursache in Betracht. Die Symptome bestehen zunächst in chronischem Husten (»Raucherhusten«) mit verstärktem Auswurf (auch blutig). Bei Einengung zentraler Atemwege entwickelt sich eine stärkere Atemnot. Fieber, Nachtschweiß und Brustschmerzen können Anzeichen einer begleitenden Lungenentzündung oder der Tumorerkrankung selbst sein. Weitere Beschwerden entstehen durch Metastasenbildung, die v.a. Leber, Skelett, Gehirn und Nebennieren betrifft. Die Behandlung besteht bei örtlich begrenztem Lungenkrebs in der Entfernung eines Lungenlappens oder der gesamten rechten oder linken Lunge; v.a. bei kleinzelligem Bronchialkrebs ist eine Lebensverlängerung durch Kombination von zytostatischer und Strahlentherapie möglich.

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